Übergänge

Bildungs- und Lebensphasen

Jeder Mensch durchläuft im Zuge seines Lebens unterschiedliche Bildungs- und Lebensphasen. Mit diesen einzelnen Phasen können unterschiedliche Institutionen wie beispielsweise die Kita, verschiedene Schulformen, die Universität oder andere Ausbildungsstätten bis hin zu den Einrichtungen der beruflichen Weiterbildung sowie informelle Bildungsstätten usw. verknüpft sein.

Durch die Mehrgliedrigkeit des deutschen Bildungssystems ist jeder Übergang von verschiedenen Faktoren und Akteuren geprägt und erfordert in der Regel den Wechsel zwischen verschiedenen Institutionen des Bildungssystems. Mit jeder neuen Bildungsphase und -institution sind immer wieder neue Anforderungen verbunden, die an den Lernenden gestellt sind. Für das Gelingen der jeweils neuen Bildungsphase ist es von entscheidender Bedeutung wie die Übergänge zwischen den Phasen gestaltet sind. Je besser sie vom Individuum bewältigt werden, desto optimaler ist der Start und damit der Erfolg in der neuen Bildungsphase.

Um diesen Prozess in optimale Rahmenbedingungen zu betten, ist es notwendig dass die jeweiligen Institutionen zusammenarbeiten. Die dafür notwendige Koordination der lokalen Institutionen soll innerhalb von Lernen vor Ort durch die Etablierung eines ganzheitlichen Übergangsmanagement realisiert werden. Der Lernende soll so in seiner biografischen Entwicklung ohne Brüche  begleitet werden können.

Die Organisationsentwicklung, welche die jeweiligen Institutionen dafür bewältigen müssen, werden durch entsprechende Übergangsmanager beraten. In der Entwicklungsphase des Übergangsmanagements in Dessau-Roßlau werden die Übergangsbereiche Kita-Schule, Grundschule-Schule, Schule-Beruf, Wiedereinstieg und der Übergang von der Erwerbs- in die Nacherwerbsphase bearbeitet.

Die Übergangsmanager leisten in ihrer Tätigkeit in den Institutionen Organisationsberatung und orientieren sich an der gezielten Organisationsentwicklung bezüglich des Übergangsmanagementsystems.

Die Arbeitsweise des „Lernen vor Ort“-Teams betont einen zivilgesellschaftlichen Zugang und erarbeitet so Modellversuche in einer reflexiven und dynamischen Kooperationsstruktur. Das heißt, die Übergansmanager arbeiten prozessorientiert, was gleichermaßen ein geplantes und systematisches Vorgehen wie auch ein Vorgehen, das dem Lern- und Entwicklungsprozess und der in ihr tätigen Personen eine große Bedeutung beschreibt. Als externe Berater liefern sie Daten, Fakten und handlungsweisende Ratschläge, organisieren Steuerungs- und Fachtreffen und begleiten hieraus folgende Modell- und Pilotprojekte. Die gewünschte Organisationsentwicklung zielt dabei  auf die Einführung von Instrumenten und Methoden um die Organisation zu verbessern und sie effektiver zu gestalten.

Durch die wissenschaftliche Begleitung werden die Erfahrungen bei der Etablierung nachhaltiger Übergangsstrukturen umfassend reflektiert und begleitet und können dadurch auf theoretischer erfasst werden. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter beraten darüber hinaus auch andere Kommunen zur Unterstützung bei der Etablierung eines tragfähigen Übergangsmanagements.

Claudia Bauer
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Kolleg für Management und Gestaltung nachhaltiger Entwicklung gGmbH
Verbundpartner im Projekt Lernen vor Ort Dessau-Roßlau

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